Nachrichten des NABU Köllertal

Neu am Köllerbach: die Nutria

Nach Biber, Eisvogel und Wasseramsel ist jetzt eine weitere Tierart 

Nutrias können leicht mit jungen Bibern verwechselt werden, beim Umdrehen sieht man dann allerdings den "Rattenschwanz" Foto: Christoph Böhme

neu am Köllerbach aufgetaucht: die Nutria.  Auf den ersten Blick ähnelt die Nutria dem Biber und wird beim Schwimmen oft mit ihm verwechselt. Sie ist jedoch viel kleiner, ist auch tagaktiv und hat einen langen, runden Rattenschwanz. Sie wird deshalb auch als Sumpfbiber oder Biberratte bezeichnet. Wie Biber leben Nutrias immer in Wassernähe, hier jedoch in selbstgegrabenen Erdhöhlen im Uferbereich oder in Schilfnestern. Im Saarland kommt die Art inzwischen praktisch flächendeckend vor, jetzt haben sich offensichtlich die ersten Tiere am Köllerbach im Püttlinger Stadtteil Köllerbach angesiedelt.

Dabei handelt es sich keineswegs um eine einheimische Art, die irgendwann ausgerottet wurde.
Ursprünglich stammt die Nutria aus Südamerika, wo sie in den subtropischen und gemäßigten Klimazonen an Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen lebt. Wegen ihres Felles wurde sie in Pelztierfarmen u.a. auch in der ehemaligen DDR gezüchtet. Nach der Wende, als der Pelztiermarkt zusammenbrach und zahlreiche Tiere entkamen bzw. ausgesetzt wurden, hat sich der Bestand der Nutrias in Deutschland stark vermehrt. Die zumeist in Kolonien lebenden Tiere können allerdings nur in Gebieten mit milden Wintern überleben. In Deutschland sind die Nagetiere mittlerweile in allen Bundesländern zu finden. Je nach lokalen Begebenheiten graben Nutrias Höhlen in Uferböschungen und sind damit nicht überall gerne gesehen.

Die Nutria kann über zehn Jahre alt werden. Sie wird bei einem Körpergewicht von circa 9 kg bis zu 70 cm lang, hinzu kommt eine Schwanzlänge von ungefähr 45 cm. Ihr Fell ist überwiegend rötlichbraun, am Bauch graubraun. An den Hinterfüßen besitzen Nutrias Schwimmhäute, mit denen sie sich gut im Wasser fortbewegen können. Die großen Nagezähne sind auffällig orange. Nutrias sind tag- und nachtaktiv und leben entweder paarweise oder in Familienverbänden von 12 bis 15 Tieren zusammen. In selbstgegrabenen Erdhöhlen im Uferbereich oder Nestern aus Schilf und Stöcken bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von 19 Wochen 6 bis 8 sehende und voll behaarte Junge zur Welt, die nach 5 Monaten geschlechtsreif sind.
Nutrias ernähren sich überwiegend vegetarisch. Sie fressen hauptsächlich Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasserpflanzen. Auch Mais verschmähen sie nicht. Selten ernähren sie sich auch von Schnecken, Würmern und Süßwassermuscheln. Fische haben nichts zu befürchten.

Nutrias unterliegen auch dem saarländischen Jagdrecht und können deshalb gejagt werden.

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Nach Biber, Eisvogel und Wasseramsel ist jetzt eine weitere Tierart 

Nutrias können leicht mit jungen Bibern verwechselt werden, beim Umdrehen sieht man dann allerdings den "Rattenschwanz" Foto: Christoph Böhme

neu am Köllerbach aufgetaucht: die Nutria.  Auf den ersten Blick ähnelt die Nutria dem Biber und wird beim Schwimmen oft mit ihm verwechselt. Sie ist jedoch viel kleiner, ist auch tagaktiv und hat einen langen, runden Rattenschwanz. Sie wird deshalb auch als Sumpfbiber oder Biberratte bezeichnet. Wie Biber leben Nutrias immer in Wassernähe, hier jedoch in selbstgegrabenen Erdhöhlen im Uferbereich oder in Schilfnestern. Im Saarland kommt die Art inzwischen praktisch flächendeckend vor, jetzt haben sich offensichtlich die ersten Tiere am Köllerbach im Püttlinger Stadtteil Köllerbach angesiedelt.

Dabei handelt es sich keineswegs um eine einheimische Art, die irgendwann ausgerottet wurde.
Ursprünglich stammt die Nutria aus Südamerika, wo sie in den subtropischen und gemäßigten Klimazonen an Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen lebt. Wegen ihres Felles wurde sie in Pelztierfarmen u.a. auch in der ehemaligen DDR gezüchtet. Nach der Wende, als der Pelztiermarkt zusammenbrach und zahlreiche Tiere entkamen bzw. ausgesetzt wurden, hat sich der Bestand der Nutrias in Deutschland stark vermehrt. Die zumeist in Kolonien lebenden Tiere können allerdings nur in Gebieten mit milden Wintern überleben. In Deutschland sind die Nagetiere mittlerweile in allen Bundesländern zu finden. Je nach lokalen Begebenheiten graben Nutrias Höhlen in Uferböschungen und sind damit nicht überall gerne gesehen.

Die Nutria kann über zehn Jahre alt werden. Sie wird bei einem Körpergewicht von circa 9 kg bis zu 70 cm lang, hinzu kommt eine Schwanzlänge von ungefähr 45 cm. Ihr Fell ist überwiegend rötlichbraun, am Bauch graubraun. An den Hinterfüßen besitzen Nutrias Schwimmhäute, mit denen sie sich gut im Wasser fortbewegen können. Die großen Nagezähne sind auffällig orange. Nutrias sind tag- und nachtaktiv und leben entweder paarweise oder in Familienverbänden von 12 bis 15 Tieren zusammen. In selbstgegrabenen Erdhöhlen im Uferbereich oder Nestern aus Schilf und Stöcken bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von 19 Wochen 6 bis 8 sehende und voll behaarte Junge zur Welt, die nach 5 Monaten geschlechtsreif sind.
Nutrias ernähren sich überwiegend vegetarisch. Sie fressen hauptsächlich Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasserpflanzen. Auch Mais verschmähen sie nicht. Selten ernähren sie sich auch von Schnecken, Würmern und Süßwassermuscheln. Fische haben nichts zu befürchten.

Nutrias unterliegen auch dem saarländischen Jagdrecht und können deshalb gejagt werden.