NABU Saarland kritisiert den Beschluss der Neuaufstellung des TeilFNP "Windenergie" in Blieskastel scharf

Windenergie im Biosphärenreservat Bliesgau

Felder und Wiesen im Bliesgau im Sommer

Typische Landschaft in der Biosphäre Bliesgau

Lebach – Die FNP-Änderung der Stadt Blieskastel zum Ausbau der Windenergie plant in hochkonfliktäre Bereiche, die dem Artenschutz massiv entgegenstehen. Zu nennen sei hier beispielsweise eines der größten Rotmilandichtezentren im ganzen Saarland.

Im Zentrum der Kritik steht, dass das Auswahlverfahren für die WEA-Standorte methodisch teils in direktem Widerspruch zur Windkraftpotentialstudie geführt wurde. Vom Landesgesetzgeber abgenommene Beurteilungsvorgaben für den Artenschutz und weitere gesetzlich vorgesehene Handlungsoptionen scheinen bewusst außer Acht gelassen worden zu sein.

„Der NABU steht hinter der Energiewende, aber der Artenschutz darf dabei nicht unter die sprichwörtlichen Windräder kommen“, so Corinna Heyer, die Landesvorsitzende des NABU Saarland. Daher gab es im Vorfeld Gespräche zwischen dem NABU und der Stadt Blieskastel, es wurden umfangreiche Stellungnahmen abgegeben und es formierte sich ein breites Bündnis aus mehreren Bürgerinitiativen, mehreren NABU-Gruppen, weiteren Vereinen und mehreren Ortsvorstehern. Doch all das nützte nichts, am 25. Juni wurde der FNP Wind in der Stadtratssitzung Blieskastel beschlossen.

Die NABU-Chefin zeigt sich daher entsprechend kämpferisch und gibt zu bedenken: „Wie grün kann Strom aus Windkraftanlagen sein, wenn das Blut des Rotmilans am Windrad klebt?“

Den jetzt gewählten Weg sieht der NABU daher als den falschen an und wird zunächst eine Mängelrüge an die Stadt Blieskastel und dann gesondert zur Kenntnis noch an das für die Genehmigung des FNP zuständige Innenministerium senden; ebenso an das Landesamt für Umwelt.

„Wir fordern das Innenministerium auf, die Flächennutzungsplanung nicht zu genehmigen. Sollte dies dennoch passieren, nimmt der NABU seine Rechte als Anwalt der Natur wahr. Die weiteren rechtlichen Schritte werden wir dann step by step vornehmen“, so Heyer abschließend.

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