„Schwalben willkommen“ 2019

NABU und Umweltministerium machen auf die gefährdeten Frühlingsboten aufmerksam

Lebach/Saarbrücken Seit Mitte April sind sie aus dem Süden zurückgekehrt. Ende August ist mit dem Abflug der Schwalben wieder zurück nach Afrika zu rechnen. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ wollen der NABU Saarland und das Saarländische Umweltministerium diesen Frühlingsboten eine besondere Aufmerksam widmen. Denn besonders die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, aber auch der Mauersegler, die in direktem Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren rückläufig.

Auf dieses Problem macht der NABU Landesverband Saarland, unterstützt durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, mit seinem Projekt „Schwalben willkommen“ aufmerksam. Gefragt wird dabei, wo es im Saarland noch Kolonien von Mehlschwalben, die an Häusern unter dem Dach brüten, oder Rauchschwalben, die in Ställen oder Garagen brüten, gibt. Auch die Mauersegler haben Probleme, weil sie unmittelbar unter dem Dach nisten und alte Gebäude oft renoviert oder abgerissen werden. Dabei ist der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalben- und Mauerseglernester dürfen nicht beseitigt werden und wer sie wegen Sanierung der Hausfront abmachen will, muss nach der Sanierung Ersatz schaffen und neue Nistplätze anbieten.

Deshalb will der NABU Saarland Hausbesitzer, die diese immer seltener werdenden Vögel am Haus dulden und diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, mit der Plakette „Schwalben willkommen“ auszeichnen. Wer in der Nähe von Schwalbenkolonien wohnt und diese Insektenjäger an seinem Haus ansiedeln möchte, kann kostenlos entsprechende Schwalbennester mit Kotbrettern vom NABU erhalten.

Melden kann man sich beim NABU Landesverband

oder beim NABU Köllertal,