Schichtwechsel beim NABU Köllertal und der Wildvogelauffangstation des Saarlandes

Seit 1. September ist die Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim NABU-Köllertal neu besetzt und zwar durch die beiden Abiturienten Valentina Suck aus Riegelsberg und Ben Weinrich aus Wadgassen.

Valentina Suck und Ben Weirich füttern einen jungen Kolkraben in der Wildvogelauffangstation Foto: HJ Schmidt

Beide sehen das „Freiwillige Ökologische Jahr“ als Übergangsphase zwischen Abitur und Studium und wollen es als Orientierungsjahr für das zukünftige Berufsleben nutzen. Sie beginnen das FÖJ  zunächst in der Wildvogelauffangstation, wo noch einige Vögel wie Schwalben, Mauersegler, Amseln und Wildtauben auf ihre Auswilderung vorbereitet werden. Aber auch verletzte Arten wie Bussard, Kolkrabe und Singvögel sind täglich zu füttern, was den beiden Tierschützern besonders viel Freude bereitet.

Auch bei der Vorbereitung und Durchführung der Naturschutzjugend (NAJU)-Projekte werden die beiden Abiturienten mit einbezogen. Im Kellerraum der Wildvogelauffangstation soll zudem eine Werkstatt eingerichtet werden, so dass in den Wintermonaten dort Nistkästen und Futterhäuser gebaut werden können. Beim Beweidungsprojekt mit Steppenrindern soll die Weide nach dem 1. Januar erweitert werden. Vorbereitet werden auch die Amphibienschutzprojekte, denn je nach Witterung können sich bereits im Februar Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu ihrem Laichgewässer machen. Der NABU-Köllertal betreut dabei den Schutzzaun am Völklinger Wildpark, am Völklinger Forsthaus und auch in der verlängerten Von-der-Heydtstraße. Für die vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunken sind bereits Felsteichbecken angelegt worden, auch bei der Säuberung und Vorbereitung der nächsten Laichsaison werden die beiden 18-jährigen dann mithelfen. „Wir arbeiten gerne für gefährdete Tiere und freuen uns, dass wir hier ökologisch Wertvolles tun  und einiges über unsere Umwelt lernen können“, sehen Valentina und Ben die ersten Wochen bereits positiv. Haupteinsatzort wird ab April dann wieder die Wildvogelauffangstation sein, wo täglich viele Nestlinge zu versorgen sind. Aber beide freuen sich auch über die Führung von Schulklassen und Projektgruppen durch das „naturnahe Köllertal“, denn beide können sich auch einen Arbeitsplatz als Lehrer oder Lehrerin in einer Schule durchaus vorstellen.