Naturbeobachtung im Garten - Listspinne

Erst schauen, dann schnippeln....

Listspinne mit Eikokon, Kerstin Lindsay

.....oder auch nicht, denn die Listspinne könnte gerade mit ihrem Eikokon da sitzen, wo Sie die Schere ansetzen.

Zur Familie der Raubspinnen gehört eine nicht seltene Besucherin unserer Gärten: die Listspinne. Jetzt im Juni/Juli können aufmerksame Beobachter das Weibchen mit einem weißen bis gräulichen Eikokon auf der Suche nach der geeigneten Pflanze für ihr Schutzgespinst entdecken. Den Kokon hat sie nach der Paarung gesponnen und etwa zwei Wochen mit seinen Cheliceren (dem vordersten Gliedmaßenpaar als Greifwerkzeug) getragen. Das Schutzgespinst für den Kokon ist oft dicht über dem Boden zwischen Pflanzenteile gewoben. Oft sieht man die Spinne auf dem Gespinst sitzen, die ihren Nachwuchs zu bewachen scheint. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Jungspinnchen, die in einer Traube zusammenbleiben, sich bei Störung aber kurz zerstreuen. 

Spinnen sind eine faszinierende Art, die sich gut in ihrer Lebensweise beobachten lassen. Man muss nur mit wachen Augen im Garten und draußen unterwegs sein.

Das Foto gelang Kerstin Lindsay an ihrem Kräuterbeet.