Die Wasserbüffel im Köllertal an den Hundstagen

Diese „Hundstage“ sind auch für die Weidetiere eine starke Belastung.

Am besten kommen die Wasserbüffel mit der Sommerhitze klar, denn sie legen sich einfach in den Köllerbach und können sich dadurch wunderbar abkühlen. Als Schutz vor Stechfliegen wird anschließend ein Schlammloch aufgesucht und ausgiebig gesuhlt. Entsprechend „lehmig“ sehen die Wasserbüffel im Sommer aus. Dieses abkühlende Verhalten ist bei Steppenrindern und Hochlandrindern nicht zu beobachten. Der Experte Tierarzt Dr. Hans-Friedrich Willimzik klärt auf: „Wenn „normale“ Rinder sich in Bäche oder Schlammkuhlen legen würden, so wäre das für sie lebensgefährlich, denn sie würden durch den After voll Wasser laufen. Nur Wasserbüffel haben so starke Schließmuskeln, dass sie sich in Wasser legen können.“  Von diesem Verhalten der Wasserbüffel profitiert der Eisvogel. Durch das gemeinsame Bad der Büffelherde wurde der Köllerbach an einigen Stellen vertieft, so dass dort am Ufer Steilwände entstanden sind, die der Eisvogel für seine Neströhre genutzt hat.